Der Radweg Berlin-Kopenhagen

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Im Jahr 2021 sah der CO2-Ausstoß für unsere Urlaube wohl ganz okay aus. Kein Flugzeug, kein Auto, dafür eine Menge Muskelkraft (die natürlich auch ganz schön Energie gekostet hat). Am 22. September haben wir Kopenhagen erreicht. Es gibt kaum ein besseres Ziel für eine Radreise. Was für eine Stadt! Konsequent ausgebaute Fahrradwege und lauter sportbegeisterte Menschen, die bei Wind und Wetter durch die Straßen fegen.
Von Berlin aus führte uns der Weg durch die Mecklemburgische Seenplatte, auf der wir schmerzlich erfahren mussten, dass Supermärkte, Imbissbuden und Lieferdienste selbst in Deutschland nicht an jeder Ecke auftauchen. Von fehlerhaften Wettervorhersagen ließen wir uns nicht abschrecken, akzeptierten jeden Regentropfen und schätzten jeden kleinsten Sonnenschein.
Auf das so angepriesene Dänemark waren wir besonders gespannt. Überzeugt haben uns die Stopps am Meer, doch unterwegs schien uns die Heimat abwechslungsreicher. Unsere diesjährigen Touren durch’s Ruhrgebiet führten uns durch unterschiedlichste Naturschutzgebiete. In Dänemark gab es zwar kaum Verkehr, doch die Landschaft im Hinterland ist vor allem durch bewirtschaftete Flächen ohne ökologische Vielfalt geprägt. Für die urlaubsfreie Zeit gut zu wissen, dass es zu Hause auch schön ist.
Nichtsdestotrotz blicken wir gerne auf die Reise zurück und können den Radweg empfehlen. Gerade im September ist die Route nur wenig befahren. Nachfolgend ein paar Erfahrungen und Tipps, was man vermeiden sollten und was wir unbedingt genauso machen sollte. 

Radfahrerin am Kanal
Die erste Etappe des Berlin-Kopenhagen-Radwegs macht Laune auf mehr. Anfangs tummeln sich noch Berliner und Havel-Radreisende in den Naherholungsgebieten, doch je ferner Berlin ist, desto leerer werden die Wege.

Reisezeitraum und Unterkünfte

Wir sind den Berlin-Kopenhagen-Radweg in 10 Etappen vom 12. – 22. September geradelt und haben einen Tag Pause in Højerup am Welterbe Stevens Klint gemacht. Die Anzahl der Etappen war für uns ideal. Den Reisezeitraum würden wir beim nächsten Mal eventuell etwas früher wählen. Wir erwischten genau den Anfang der Nebensaison in Dänemark, was ein paar Nachteile hatte. Für Zelten war es uns nachts schon zu kalt. Die Wahl des Zeltes wäre aber gerade in Dänemark eine gute Wahl, da es mehr Campingplätze als günstige Hotels, Hostels oder Pensionen gibt. Unseren Plan, spontan zu buchen und die Etappen flexibel einzuteilen, haben wir bereits in der zweiten Nacht verworfen. Unterkünfte gab es sowohl auf der Mecklemburgischen Seenplatte als auch in Dänemark nur wenige. Recherchiert haben wir vor allem über Booking.com und AirBnB, wo auch die meisten Unterkünfte gelistet sind, die sich in den Radführern befinden. Die kleine Auswahl in Dänemark war auch auf den Reisezeitraum zurückzuführen, wie wir während der Reise gemerkt haben. Wir passierten einige Hostels, die ihre Saison schon beendet hatten. Ein oder zwei Wochen früher wäre sicherlich perfekt gewesen. Zum einen wäre dann die Fähre Ida von Stubbekøbing nach Møn noch vormittags gefahren, zum anderen hätten die großen Sonnenblumen-Felder noch in voller Blüte gestanden. Uns schauten leider nur hängende Köpfe an und wir konnten nur erahnen, wie wundervoll die Hügel voller gelber Blumen ausgesehen haben müssen. 

Sehr empfehlen können wir die Bed & Breakfasts in Stubbekøbing, in Stege und in Højerup. Besonders in Stubbekøbing machte uns der Preis von 6,- Euro für das Frühstück stutzig und wir überlegten, ob wir für diesen günstigen Preis nicht mehr beim gegenüberliegenden Netto bekommen würden. Da wir aber die Gastgeberin unterstützen wollten, bestellten wir das Frühstück bei ihr und bekamen entgegen unserer Erwartungen ein Festmahl aufgetischt. Genau die richtige Stärkung für die anstehende Tour über die Insel Møn. Wegen der gerade begonnenen Nebensaison fuhr die erste Fähre erst am Mittag und eigentlich zu spät für die geplante Tour von knapp 77 Kilometer bis nach Stege. Eigentlich wollten wir mehr Zeit auf der Insel verbringen, doch ebenfalls wegen der Nebensaison fanden wir erst in Stege die nächste Unterkunft. Zum Glück spielte das Wetter mit, sodass die Insel auch ein Highlight unserer Dänemark-Etappe wurde. Wer aber denkt, dass Dänemark flach wäre, wird hier mit über 700 Höhenmeter eines besseren belehrt. 

Jan

Jan

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